VERBINDUNG

AnnSicht N°12 - Juni 2023

Verbindung, Verbundenheit, Angebundenheit… alles das Gleiche oder doch feine Unterschiede? Alle Begriffe gehören natürlich zu einer Wortfamilie – aber beschäftigen wir uns etwas intensiver mit dieser „Familie“:

IN DER YOGA-PRAXIS sind wir mit der ein oder anderen Bedeutung dieser Worte vertraut. Im besten Sinne beginnt jede Yogastunde in Verbindung mit sich: seinen Fokus auf den Herzraum und die Atmung legen. Und dieser gesammelte Anfang ist ebenso essentiell, wie die Endentspannung einer jeden Yogastunde, Shavasana. „Sich mit sich“ verbinden – diese Verbindung besiegeln. Ich erinnere mich noch gut, wie ich zu Beginn meiner Yoga-Ausbildung einige Male auf die Endentspannung verzichtet habe, um noch ein paar Dinge vor Schulschluss der Kinder zu erledigen. Und ganz ehrlich: All das, was ich mir gerade an Balance, Inner-Flow, Energie, Ruhe oder Freude erschaffen hatte, war durch vermeintlich wichtigere To-Do’s im Nu verpufft.

BETRACHTEN WIR EINMAL DIE VERBINDUNG VON KÖRPER, GEIST UND SEELE: Körper – unser Werkzeug hier auf Erden. Geist/ Geistwesen – was sich durch unseren Körper Ausdruck verschafft, manifestiert und somit in die Sichtbarkeit kommt. Seele/ Seelenkern, unsere energetische DNA, für die wir mit unseren Aufgaben hierher gekommen sind. Und immer wieder ist es der Atem, der diese Ebenen miteinander verbindet und uns ins Gespür, ins Bewusstsein dafür bringt.

Verbindung ist so schnell hergestellt, wie sie verloren gehen kann – oder auch so schnell verloren, wie sie wieder hergestellt werden kann: ein tiefer Atemzug und Du bist connected. Einmal im Gedanken- und Zeitenstrudel verloren: disconnected. Der erste große Schritt ist getan, wenn ich mir klar mache, wie ich Sklave meines überladenen Tages geworden bin.

KOMMEN WIR ZUR VERBUNDENHEIT. Dieses Wort löst augenblicklich ein Wohlgefühl in mir aus! Ich fühle mich mit meiner Familie verbunden. Zu Familie zähle ich ebenso Herzensfreunde. Unabhängig, wie weit entfernt Freunde leben, wie lange man sich nicht gesprochen hat, Verbundenheit ist spürbar. Man ist sich nah, was sich gerne darin zeigt, wenn ich an eine Freundin denke und im selben Moment das Telefon klingelt. Auch umgekehrt: Ich rufe spontan eine Freundin an und höre: „Gerade habe ich an dich gedacht!“ Das sind eben keine „Zufälle“ – das ist Verbundenheit und macht deutlich, dass wir so viel mehr als unser Körper sind. Verbundenheit hat nichts mit Zwängen, wie „ich muss mal wieder xy anrufen“ oder „wir müssen uns unbedingt nächste Woche sehen“. Diese Worte setzen unter Druck, wecken Erwartungen, die dann nur selten erfüllt werden. Ganz im Gegenteil: Verbundenheit ist getragen von Freiheit, sie ist da – oder eben auch nicht, man trifft sich – heute, morgen oder erst in 3 Monaten. Verbundenheit braucht keine Worte – sie IST ganz einfach. Und warum empfinden wir das so mit manchen Menschen?

Jeder Mensch ist ein Geistwesen, nimmt unterschiedliche Frequenzen über Augen, Ohren und Gehirnwellen wahr. Treffen wir nun auf jemanden mit ähnlichen Frequenzen, sind wir, gemäß dem Resonanzgesetzt, augenblicklich verbunden, „schwingen gleich“. Du kennst sicherlich das Phänomen, jemand Unbekannten zu treffen und direkt eine Art von Vertrautheit zu spüren; und schon ist man nach kürzester Zeit bei seinen Lieblingsthemen gelandet – in Resonanz, auf Wellenlänge, in Verbundenheit.

 

ANGEBUNDENHEIT bedeutet für mich: Verbunden mit der Quelle allen Seins. Wem das jetzt zu abgehoben klingt: ich kann es superschnell auf den Alltag runterbrechen: Wenn ich mit Leichtigkeit durch meinen vollgepackten Tag fließe, frei von Müdigkeit und Druck, mich nichts und niemand hetzt und ich mit Leichtigkeit in meiner Wahrnehmung bleibe. Es gibt Tage, an denen ich abends auf den Tag zurückblicke und wirklich erstaunt bin, was ich alles geschafft habe – das Erstaunen (Verstand) entspringt der Identifizierung des zeitlichen (linearen) Denkens. Das tatsächliche „Schaffen“ war jedoch immer im Jetzt – zum nächsten Jetzt – usw. Zur Beruhigung: es gibt genauso Abende, an denen ich wie ein Schluck Wasser in der Kurve hänge, weil ich mich selbst durch den Tag getrieben habe. Genau das passiert, wenn ich im Zeitkonstrukt hängen geblieben bin. Aber: Wir sind und bleiben verbunden.

Sobald wir unseren Fokus auf diese Angebundenheit richten oder darum bitten, wieder auf unseren Weg mit all seinen individuellen Aufgaben geführt zu werden, laufen die Dinge leichter. Und nicht nur das, auch erkennen wir schneller, welche To-Do’s noch Zeit haben bzw. komplett überflüssig sind (was sich vor allem die Perfektionisten unter uns erlauben dürfen!)

DIE GUTE NACHRICHT: Schon von Natur aus bist Du, bin ich, sind wir alle stets mit der Geistigen Welt verbunden, nur vergessen wir es häufig bei all dem Trubel – und geraten so ins Schwanken, Wackeln und manchmal auch Fallen.

Also: Er-Innern wir uns wieder. Schließen für einen Moment die Augen und atmen. Atmen tief und gleichmäßig. Nehmen die kleinen Pausen zwischen Ein- und Aus, Aus- und Einatmung wahr. Sind achtsam in dem, was wir gerade tun und lassen das Konstrukt „Zeit“ für uns arbeiten.

Hierzu möchte ich noch eine kurze Geschichte erzählen. Ich reiste mit meiner Mutter und meinen beiden Töchtern, damals 2 und 4 Jahre, im Zug nach Frankreich, Zwischenstopp in Paris. Der Zug kam verspätet am Gare de l’Est an und der Wettkampf mit der Zeit begann: Taxifahrt zum Gare du Nord, Bahngleis finden, etc.: mein Verstand flüsterte: keine Chance, such schonmal den nächsten Zug raus – oder besser gleich ein Hotel? Während der Taxifahrt atmete ich tief durch, hielt gedanklich die Zeit „an“ und visualisierte, wie wir Vier in den Zug steigen würden. Ich gab nicht dem geringsten Zweifel Raum und „wusste“: Dieser Zug wartet auf mich. Und so kam es – ein Schaffner am Bahngleis sah uns aus der Ferne angerannt kommen und gab uns mit Handzeichen zu verstehen, einen Gang runterzuschalten. Leicht verschwitzt und überglücklich saßen wir im Zug Richtung Chinon. Nach dem gleichen Prinzip sind freie Parkplätze zu finden… was meine Mutter noch immer für Glücksfälle hält. Aber zeigt sich mal kein Parkplatz, steckte sehr wahrscheinlich noch ein Rest-Zweifel in mir – und den gilt es aufzulösen – dann klappt’s auch mit den freien Parkplätzen!

„MENSCHHEITSFAMILIE“ war das Schlüsselwort einer Vortragsserie des Historikers und Friedensforschers Dr. Daniele Ganser. Eine große Menschheitsfamilie, in der es um Verbindungen zwischen uns Menschen geht. Manche Verbindungen mag ich mehr, manche weniger, wer kennt das nicht in seinen Familien, aber: ob wir wollen oder nicht: wir sind eine Menschheitsfamilie – und das ist der Ur-Zustand. Ein Begriff, den noch immer die Mehrheit von sich weist, denn: wer möchte schon den ein oder anderen Verbrecher in seiner Familie sehen? Am besten ignorieren, meiden oder ausgrenzen. So wird gehandelt, weil die eigene Verbindung, Angebundenheit vergessen ist – doch nur so können wir überhaupt in Verbundenheit mit anderen kommen.

WIR SIND MÄCHTIG – und jeder einzelne von uns hat Einfluss auf das Ganze, bzw. den „Massenbewusstseins-Raum“. Frieden beginnt in und mit mir, an diesem Punkt dürfen wir weiter forschen, beobachten und uns verbinden. Und wenn Verbindung mit manchen schwer fällt? Dann schauen wir ganz einfach dorthin, wo Verbindung Freude in uns auslöst, auf dass sich diese friedvolle Welle Mensch für Mensch auf der Erde ausbreitet – in Form einer großen Friedens-Bewegung!

 

Mit einem tiefen Atemzug & Herzensgrüßen wünsche ich Dir einen lichtvollen Tag,

 

Deine Ann

 

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