SELBSTERMÄCHTIGUNG

AnnSicht N°27 - DEZEMBER 2024

„Ein großes Wort“, mag Dir der Verstand zuflüstern, wenn jemand von Selbstermächtigung spricht. Ja, sobald wir das Wort „Macht“ hören, zucken wir innerlich ein wenig zusammen. Sich im nächsten Schritt sogar an die eigene Macht zu erinnern, scheint fast unmöglich, so sehr hängen wir in alten, klein machenden Gedankenstrukturen, in denen wir aufgewachsen sind. Sie wurden uns regelmäßig eingeredet, bis wir davon durchdrungen und zutiefst überzeugt waren. Das kann zu Beginn harmlos klingen, wie „das kannst du noch nicht“, „dafür musst du hart arbeiten“ oder „träum weiter“… nur haben wir irgendwann aufgehört zu träumen, zu visualisieren, aus eigener Kraft zu kreieren.

 

Dabei sprachen schon die Indianer von der Wichtigkeit der Träume:

„Du musst tiefer schauen, weit unter den Zorn, den Schmerz, den Hass, die Eifersucht, das Selbstmitleid, weit tiefer, wo die Träume liegen, mein Sohn. Finde deinen Traum. Es ist die Verfolgung des Traums, die dich heilt.“ (Billy Mills, Sioux)

 

Wir haben stattdessen in den Warteschlangen-Modus gewechselt: Warten, warten ab, warten auf… etwas oder jemanden, der vermeintlich größer oder mächtiger ist als wir. An dieser Stelle erinnere ich nur zu gerne an die Hummel, die glücklicherweise auf keine Flugerlaubnis gewartet hat, nur weil rein physikalisch die Flügelfläche zu klein wäre, um ihr Eigengewicht in die Höhe zu schwingen. Und was tut sie? Sie fliegt. Weil sie zum Fliegen geboren ist, weil es ihr Geburtsrecht ist, weil es ihrem Sein entspricht. Sie schert sich um keine Glaubenssätze im Außen, sie fliegt einfach.

 

Da passt die aktuelle Geschichte eines 12-jährigen Jungen namens Isaac aus New York ganz wunderbar: Mit einer Petition für einen zusätzlichen Weihnachtsferientag hat er in kürzester Zeit Tausende von Stimmen gesammelt und somit den Bürgermeister der Stadt auf ein Problem aufmerksam gemacht: Schule einen Tag vor Weihnachten mache schlicht keinen Sinn, die Anwesenheitsrate wäre sehr gering, Schüler würden nichts lernen, kurzum: die weihnachtliche Vorfreude wäre allen genommen.

 

Das Wundervollste an dieser Aktion ist, dass Isaac seinen Wünschen und Visionen gefolgt ist, bestenfalls von seinen Eltern dabei bestärkt wurde. Er war fest von seiner Idee überzeugt und ist konsequent voran gegangen.

 

Überzeugung aus ganzem Herzen

bestärkt die eigene Schöpferkraft,

versetzt Berge,

erlaubt Gegenargumente, ohne in den Widerstand zu gehen

und findet stets seinen Weg.

 

Statt Zweifler zu überzeugen, hielt er am „freien Tag“ vor Weihnachten fest und nur in diese Richtung floss seine ganze Herzens-Energie. Schon oft erwähnt, und auch hier zutreffend: Energy flows, where attention goes.

 

Mit dieser Bewegung des „Vorangehens“ hat er Tausende von Menschen an etwas tief Verborgenes erinnert: An den Zauber von Weihnachten, an eigene Wünsche, Bedürfnisse, Freude und Gemeinschaft. Vor allem aber, dass nur wir selbst für diesen Wandel zuständig sind und ihn in jedem Moment neu initiieren können.

 

Anders ausgedrückt: Wir selbst sind es, die uns kleinhalten. Es gibt in Wahrheit nichts und niemanden, keine Religion und kein System, das uns kleinhalten kann – nur glauben wir es noch immer und halten uns in dieser Ohnmacht (= ohne Macht) gefangen. Ja, wir selbst haben Systeme erschaffen und unterwerfen uns diesen. Wir schauen nach außen und denken: Der macht es auch so. Also passen wir uns an, denken „ja“ und sagen „nein“, vergessen aber dabei, dass der andere genauso denkt. Ist das nicht verrückt? Hier ist ein selbstkreierter Loop entstanden, den wir erkennen und aus dem wir endlich aussteigen dürfen. Die Realität im Außen ist nicht so, weil sie zufällig so ist. Die Realität ist so, wie wir sie tagtäglich nähren und formen. Womit? Eben mit unseren Glaubenssätzen, -mustern, Überzeugungen und Konzepten.

 

Isaac erinnert mich auch daran, sich bewusst zu machen, mit wem wir uns umgeben, wen wir regelmäßig treffen, mit wem wir uns austauschen: Sind es Menschen, die sich verängstigt selbst begrenzen oder sind es Menschen, die Ideen haben, kreativ sind und was bewegen möchten? Da dürfen wir genau hinschauen, denn die Macht der Gewohnheit sowie der Bequemlichkeit ist groß. Und so, wie mich die eine Gemeinschaft im Tiefschlaf ruhen lässt, so kraftvoll ist die andere Gemeinschaft, die Impulse setzt, inspiriert und aus eingefahrenen Spuren ausbricht. Alles darf sein. Jedoch darf ich mich regelmäßig fragen: Wo stehe ich? Möchte ich noch etwas weiterschlafen oder ist es an der Zeit aufzuwachen?

 

Und wie merke ich, in welcher Energie-Bubble ich mich gerade bewege? Ich spüre es ganz tief in mir: Ist es lebendig, aufregend, energetisierend und kann ich mich für etwas von Grund auf begeistern, dann bewege ich mich in einer Gemeinschaft, in der man sich inspiriert und gegenseitig nur das Beste wünscht. Glück ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt.

 

Ein echter Weihnachtsengel dieser Isaac und ich danke ihm aus der Ferne für all das, was er in uns angestoßen hat. Denn das wahre Geschenk ist nicht nur der freie Tag vor Weihnachten für die vielen Schüler, es ist die Berührung in jedem von uns: das Erkennen, wie machtvoll wir in Wahrheit sind, wenn wir mit ganzem Herzen und wahrhaftigster Überzeugung für eine Sache einstehen. Und wie wichtig es ist, in die Selbstverantwortung zu finden = selbst die Antwort finden. Das bedeutet oft, als Lichtsäule  voranzugehen und Steine aus dem Weg zu räumen, so dass er wieder für sich und andere begehbar wird.

 

 

Mit einem tiefen Atemzug & Herzensgrüßen wünsche ich Dir einen bewegten und lichtvollen Tag,

 

Deine Ann

 

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