Vinyasa & Yin Yoga
Komm in Bewegung
Yogastile
Yoga ist eines der ältesten Systeme für unser persönliches Wachstum, um in Einklang mit sich und der Umwelt zu leben.
Die Vielfalt der Yogastile gleicht einer bunten Palette. Ich habe diverse Richtungen ausprobiert und mich im Laufe der Jahre auf zwei Yogastile fokussiert: Vinyasa Yoga und Yin Yoga. Eine wunderbare Verbindung von dynamischer Bewegung und tiefer Dehnung.
Für ein besseres Verständnis beider Stile, hier eine Zusammenfassung:
Vinyasa Yoga
Was ist Vinyasa Yoga und wie unterscheidet sich dieser Stil von Yin Yoga?
Vinyasa Yoga ist ein dynamischer Yogastil, in dem die einzelnen Asanas (Yoga Haltungen) im Vordergrund stehen und fließend miteinander verbunden werden. Der Zugang ist also der Körper und durch die Praxis entsteht Verbindung zum Zustand Deines Geistes. Diese Beobachtung lehrt Dich Achtsamkeit und bewusste Bewegung in die Asanas und deren Übergänge.
Die Besonderheit bei Vinyasa Yoga: Kraftvolle Sequenzen haben ihren gleichmäßigen Rhythmus und die Abläufe der Asanas werden synchron mit der Ein- und Ausatmung ausgeführt: Bewegung folgt der Atmung. So wird die Atmung ein bewusster Vorgang und lässt sich mit der Zeit regulieren: Länge der Atmung – Dauer der Bewegung.
Die Bewegungsabfolgen sind immer neu und kreativ zusammengestellt, wobei die Reihenfolge von Mobilisation, Aufwärmen, individuellem Yoga Flow und Shavasana (Endentspannung) eingehalten wird.
Vinyasa Yoga ist das Erlebnis, die eigene Kraft und Lebendigkeit in sich zu spüren.
Lebensenergie kommt in einen dynamischen Fluss, der wiederum Wärme im Körper produziert.
Generell werden alle Körperteile aktiviert und gedehnt, wobei ganz gezielt auch Schwerpunkte auf bestimmte Körperbereiche oder auch Themen gesetzt werden können.
Im Vergleich zu Yin Yoga liegt der Fokus hier auf Kraft, fließender Bewegung und Ausdauer.
Yin Yoga
Was ist Yin Yoga und wie unterscheidet sich dieser Stil von Vinyasa Yoga?
Im Körper existiert ein feinstoffliches Energiesystem, deren Energiekanäle als Meridiane bezeichnet werden. Diese leiten Lebensenergie (Prana oder Chi) durch den gesamten Körper, versorgen alle Organe und das Gewebe. Ist der Fluss der Lebensenergie blockiert, wirkt sich das auf die Körper-Geist-Balance aus.
Yin Yoga stimuliert und harmonisiert ähnlich wie eine Akupressur-Behandlung den Energiefluss, so dass sich die Funktionen von Organen verbessern können.
Vom Ablauf her startet man mit einer Mobilisation, bewusster Atmung und einer individuellen Yin Sequenz. Diese wird mit der Endentspannung, Shavasana, beendet: hierbei kann freigesetzte Energie fließen und der Körper regenerieren.
Yin Yoga ist ein ruhiger und intensiver Yogastil
Die einzelnen Asanas (Körperhaltungen) werden ca. 3-5 min. gehalten, so dass sich der Körper in die Haltung hinein entspannen kann.
In Verbindung mit bewusster Atmung dringt man in tiefe Gewebsschichten: Faszien und das Bindegewebe werden gedehnt. Es wird Druck und Zug auf die Meridiane ausgeübt, so dass der gesamte Energiefluss im Körper aktiviert und harmonisiert wird.
Entscheidend ist das persönliche Wohlgefühl während einer Sequenz, um tatsächlich in die Entspannung zu finden. Es ist ein meditativer Yogastil, der emotional berühren kann. Die Herausforderung hierbei ist, in die eigene Verbindung zu finden.
Im Vergleich zu Vinyasa Yoga liegt der Fokus hier auf Dehnung und Tiefenentspannung.
Individuelle Schwerpunkte
In beiden Yogastilen können auf Wunsch auch ganz individuelle Schwerpunkte gesetzt werden, z.B. Rücken oder Bauch, Herzöffnung, Kraft & Ausdauer, Verdauung und noch vieles mehr. Ebenso gibt es Sequenzen, in denen wir den Meridianen oder Organen Aufmerksamkeit schenken dürfen.
Während der gesamten Sequenzen werden die einzelnen Bewegungsabläufe Schritt für Schritt präzise angesagt, ebenso welche Bewegungen mit Ein- und Ausatmung verbunden werden, so dass diese beiden Bereiche synchronisiert werden.