FÜLLE ODER VÖLLE?

AnnSicht N°18 - Januar 2024

HAST DU GERADE EINE ZEIT DER WEIHNACHTLICHEN FÜLLE ERLEBT, vielleicht sogar der Er-füllung? Manche mögen jetzt statt Fülle eher an Völle denken, die in dieser verführerischen, unsere Geschmackssinne verwöhnenden Zeit nicht ausbleibt. Aber mir geht es um die Fülle IN uns. Statt Fülle beobachte ich eher Mangel – oder sagen wir ein Mangeldenken. Haben wir wirklich vergessen, in Wahrheit „Wandelnde Füllhörner" zu sein?

Mangel wird oft mit Leere im Sinne von sich ausgelaugt- bzw. ausgebrannt fühlen verwechselt. Dabei ist Leere etwas sehr Schönes. Ja, sie ist sogar die Voraussetzung dafür, dass Fülle in mir überhaupt entstehen und wahrge-nommen werden kann.

Verschiedene Arten von Mangel-Leere fallen mir ein:

DA GIBT ES DIE LÄHMENDE LEERE: Unser System ist so dicht, sprich zugemüllt mit Themen, Programmen und Aufgaben, dass sich dieses schwere, nagende Gefühl langsam, aber sicher im Körper ausbreitet.

DANN IST DA DIE UNBEHAGLICHE LEERE, wenn Themen, die schon lange an unsere Tür klopfen, einfach ignoriert werden. Mit aller Kraft wird die Tür geschlossen gehalten und statt der erhofften Leere macht sich ein Vakuum des Unwohlseins breit.

Und zu allem Überfluss wird einem in Yoga-Stunden von der „INNEREN LEERE“ erzählt: Lass los. Worte, die mich viele Male fast in den Wahnsinn getrieben haben. Wie soll ich etwas loslassen, wenn mir keiner zeigt, wie loslassen geht? Und welchen Teil in mir soll ich loslassen?

LOSLASSEN UND LEERE SCHAFFEN, als ein aktiver Prozess der Entscheidung, Fokussierung, Atmung und Transformation. Ja, es ist machbar, aber dazu ein anderes Mal mehr.

Eines ist offensichtlich: Zu viele offene Programme in mir, nennen wir sie unerledigte Aufgaben, schaffen eher Druck als Leere. Als ich kürzlich am Computer saß und mein Mann mir im Vorbeigehen über die Schulter guckte, meinte er: Wie kannst du mit so vielen geöffneten Fenstern arbeiten? Ein echter Aha-Moment, denn mir wurde schlagartig bewusst, dass mir diese vielen Tabs nonstop signalisierten, was noch alles zu tun war: einen begonnenen Podcast fertig hören, eine Yogasequenz angucken, ein laufendes Webinar fortführen, ….  manche Tabs waren schon seit Wochen geöffnet.

UND GENAUSO SIEHT ES IN UNSEREM INNERN AUS: Zahlreiche, unbearbeitete Aufgaben, die angesehen werden möchten, statt sie einfach wegzuklicken. Das können entweder Themen sein, die schlichtes Anpacken erfordern: Keller ausräumen, Schrank entrümpeln, Zimmer aufräumen. Es können aber auch Themen sein, die uns auf ganz andere Art fordern: Die ich nicht im Außen ändern kann, die ich nur in mir angehen, annehmen und transformieren darf.

SCHLIESSEN SICH DIE THEMEN-FENSTER, ENTSTEHT NEUER RAUM. Leerer Raum. Leere, die darauf wartet, erneut von authentischen Erlebnissen durchflutet zu werden, all das in ständiger Bewegung. Und mit authentischen Erlebnissen meine ich die Dinge, die ich mir von Herzen wünsche und erleben möchte: Nordlichter beobachten, ein bestimmtes Reiseziel planen, ein Yoga-Retreat besuchen, eine neue Ausbildung beginnen. Eben keine Wünsche, die der Bedürftigkeit entspringen, das Ego füttern und kurzzeitig befriedigen;

WÜNSCHE, die meine Seele beFRIEDEN.

Beim Computer klicke ich das kleine x eines Tabs an und gelöscht ist es. Auch wenn persönliche Tabs nicht ganz so bequem zu löschen sind, geht es schneller, als wir glauben. Wir könnten einfach mal beginnen – JETZT - zur Feier des neuen Jahres!

ICH HÖRE SCHON DIE ZWEIFLER: So einfach ist das Leben nicht, hängt von äußeren Faktoren ab, Mitstreiter, Politik, uvm. Mag sein, aber liegt mit dieser Perspektive & diesen Argumenten nicht schon wieder der Fokus im Außen? Dort ist mit Sicherheit keine Leere zu kreieren, geschweige denn Fülle: Dem Außen wird das Futter entzogen, wenn wir es nicht fortlaufend mit unserer Aufmerksamkeit, unseren Zweifeln nähren.

Wie großartig, dass ich gerade ein Lied von Michael Jackson höre:

 

I’m starting with the man in the mirror

I’m asking him to change his ways

And no message could’ve been any clearer

If they wanna make the world a better place

Take a look at yourself and then make change.

 

WAS DIESER REFRAIN MIT LEERE ZU TUN HAT – bzw. mit der Fülle, die wir uns für das Jahr 2024 wünschen? Alles.

 

Beenden wir das wohlmeinende Ändern im Außen

Und lenken den Fokus liebevoll auf uns

Beginnen hier mit der Müllentsorgung

Und Atmen

Schaffen einen leeren Raum in uns

Und lassen aus dieser Leere wahrhaftige Fülle entstehen:

Seelenwünsche für das neue Jahr

Als wären sie bereits erfüllt.

WERDEN WIR WIEDER WANDELNDE FÜLLHÖRNER!

Mit einem tiefen Atemzug & Herzensgrüßen wünsche ich Dir einen bewegten und lichtvollen Tag, vor allem ein wunder-erfülltes Jahr,

Deine Ann

 

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