EINFACH MACHEN!
AnnSicht N°17 - Dezember 2023
„TU’S GLEICH“ hing bei meiner Großmutter in der Küche. Und schon als kleines Kind hat mich dieser Spruch fasziniert. Bei jedem Besuch in Lübeck habe ich das kleine Schild betrachtet und spürte, wieviel Kraft, Bewegung und Veränderung in diesen Worten steckt.
SIE HOLEN UNS AUS DEM VERKOPFTEN WORTE-SALAT HERAUS, sind Aufforderung und Initialzündung, sich aus seiner Komfortzone zu bewegen und ins Tun zu kommen. Nachdenken ist schön und gut, für manche Entscheidung auch absolut hilfreich – aber ganz ehrlich: wie oft halten uns Gedanken vom eigentlichen Machen ab? Wir reden uns ein, nochmal darüber zu schlafen, sich wiederholt auszutauschen, zu recherchieren und zu analysieren. Solange, bis die Idee ihren Zauber verloren hat oder von jemand anderem aufgegriffen und umgesetzt wurde (denn die Idee ist im Feld!). Dann ist das Erstaunen groß: Diese Idee hatte doch Ich!
DIE ANGST IM KOPF FLÜSTERT UNS ZU, ES KÖNNTE DER FALSCHE WEG SEIN. Lieber beim Alten bleiben, beim „Bewährten“ und bloß nicht scheitern. Klappte bisher doch auch alles, bis auf die Freude, die viel zu oft auf der Strecke blieb. Aber so ist nun mal das Leben: kein Wunschkonzert! Das kann nur ein ängstlicher Mensch behaupten, doch die wirklich entscheidende Frage ist, ob Ich diese Glaubenssätze übernehme.
Kontrolle im Leben verführt zur Trägheit. Und diese Trägheit, nichts anderes als Angst vor Veränderung, kann so einlullend und gemütlich sein, dass ich voller Überzeugung den Song „So soll es bleiben“ mitsumme!
WAHRHAFTIGES LEBEN FUNKTIONIERT ANDERS – Leben ist Bewegung, Wandel, Transformation – STÄNDIG. Und wenn es das nicht ist, stillsteht, dann ist es der Tod.
Natürlich kann ich mit meinem Vorhaben auch einmal in die falsche Richtung laufen, was eine ebenso interessante Erfahrung ist, solange ich nicht in der Bewertung hängen bleibe. Es kann aber auch genau der richtige Weg sein. Fifty-Fifty. Und nun? Weiter darüber nachdenken und verharren oder einfach mal mutig sein, in sich hineinhorchen und dem inneren Herzenswunsch folgen!
Und hey, es kommt immer eine nächste Kreuzung, an der ich aufs Neue die Richtung ändern darf, nach rechts oder links abbiegen kann, vielleicht aber auch voller Vertrauen auf meinem gewählten Weg bleibe.
Eines ist sicher:
Erst im Tun weiß ich, ob es sich stimmig anfühlt,
erst in der Bewegung mache ich die Erfahrung und
erst dann spüre ich, ob es das ist, was mich all die Jahre gerufen hat.
Erst dann.
EINE FESTGEHALTENE IDEE treibt irgendwann in den Wahnsinn – oder in die Depression. Denn wenn etwas danach ruft, ausprobiert und erlebt zu werden, dann darf es auch in den Ausdruck gebracht werden. Ich muss danach nicht alles gut finden. Vielmehr geht es darum, in Bewegung sowie ins Spielerische zu kommen und meinen Impulsen zu folgen. Sie klopfen regelmäßig an und wollen wahrgenommen werden. So dürfen wir ein immer feineres Gespür dafür entwickeln, was unserem authentischen Sein entspricht.
WIR HABEN DIE WAHL: Lasse ich andere entscheiden, habe weder Plan noch Idee und lehne mich zurück – oder mache ich, erschaffe ich: Folge bewusst meiner Herzensidee, die ich bewege, forme und in Materie bringe. Nur Machen ist krasser als Wollen – diesen Spruch las ich neulich und es verdeutlicht sehr lässig, was ich gerade etwas ausführlicher beschrieben habe.
BEREIT FÜR EIN SPONTANES EXPERIMENT? Wir springen genau JETZT von der Theorie in die Praxis: Eine kurze Yoga-Einheit (ich weiß, Du wolltest schon immer anfangen, jetzt ist der Moment, vom Denken ins Tun zu kommen):
Aufrecht stehen,
Arme nach oben strecken, Oberkörper vorbeugen,
wieder aufrichten,
mit gestreckten Armen nach hinten beugen,
wieder aufrichten,
linke Hand greift rechtes Handgelenk, nach links beugen,
und Seitenwechsel.
Wiederhole diesen kurzen Ablauf 3 x. Gratulation, Du hast soeben eine kurze und sehr wirkungsvolle Yogasequenz „gemacht und nicht nur gedacht“!
NATÜRLICH HÄTTE MAN JETZT NOCH ÜBERLEGEN KÖNNEN „Habe ich die richtigen Klamotten an, ist es albern, sich jetzt in alle Richtungen zu beugen, ich bin viel zu ungelenkig, der Rücken schmerzt, bringt dieser kurze Bewegungsablauf überhaupt was?“ Die Liste der Selbstsabotage-Gedanken ist lang. Und statt in dieser Schleife hängen zu bleiben, ist die Sequenz schon durchbewegt. (Kleine Randnotiz: Auch Jetzt ist der perfekte Moment aufzustehen und sich zu dehnen… falls Du eben nur gelesen hast!)
ES FÜHLT SICH SO GUT an, aus seiner Komfortzone herauszukommen und einfach zu beginnen. Vor einigen Tagen las mir meine Tochter aus dem Buch Momo von Michael Ende vor und ich hörte mir die Geschichte vom Straßenfeger an: Vor ihm ein großer Platz, Fliese an Fliese, und jede dieser Fliesen war zu kehren. Der Straßenfeger blickte nie auf den ganzen Platz vor sich, sondern nur auf jede einzelne Fliese. Am frühen Abend betrachtete er sein Tageswerk und war zufrieden mit sich.
MIT SICH ZUFRIEDEN SEIN, EINVERSTANDEN SEIN – klingt wundervoll – und ist möglicherweise nur einen Gedanken entfernt.
Mit einem tiefen Atemzug & Herzensgrüßen wünsche ich Dir einen bewegten und lichtvollen Tag,
Deine Ann
Wenn Dich meine AnnSicht inspiriert hat und Du sie mit jemandem teilen möchtest, dann empfehle meinen Blog gerne weiter und bring‘ meine Herzensbotschaften in die Welt! Ideen, die bewegen, Bewegungen, die verändern, Veränderungen, die transformieren: im Wandel aus der alten in die neue Zeit. Ich danke Dir!
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