WECKRUF

ANNsicht N°1 - Juli 2022

Die Abschiedsfeier meiner Tochter nach 4 Jahren Grundschulzeit war ein ganz besonderes Geschenk – und einmal mehr habe ich bedauert, dass meiner großen Tochter im Jahr 2020 dieses Schulwechsel-Erlebnis genommen wurde: die Befürchtung von Ansteckungen war sehr groß. Eine wichtige Lebensphase zu beenden ruft nach einer fröhlichen Feier; genauso, wie es einen freudigen und beschwingten Start für etwas Neues braucht – es ist eine Art Zesur zwischen zwei Abschnitten.

Aber zurück zu meinem Geschenk: ca. 70 Viertklässler standen auf der Treppe zum Schulhof und schmetterten kraftvoll Udo Lindenberg’s Song:

 

„Komm wir zieh’n in den Frieden – wir sind mehr als Du glaubst – 

Wir sind schlafende Riesen – aber jetzt stehen wir auf!“

 

DIESE ZEILEN ERREICHTEN MICH MITTEN IM HERZEN und eine Stimme in mir flüsterte wieder und wieder: … schlafende Riesen…. mehr als Du glaubst….

Dieses Bild beschreibt so einfach und klar, wo wir gerade stehen – und ja, wir sind so viel mehr, als unser Verstand uns glauben machen möchte. Was glaubst Du? Wem glaubst Du? Geht es überhaupt um Glauben?

Für mein Empfinden geht es zuallererst darum, nicht irgendwem oder irgendwas zu glauben, sondern sich selbst in diesem Dschungel von Glaubenssätzen wieder wahrzunehmen, sich seiner selbst bewusst zu werden. Ein guter Moment, genau JETZT tief durchzuatmen, vielleicht auch zwei oder drei weitere tiefe Atemzüge zu nehmen – denn es geht genauso wenig darum, meine Wahrheit zu glauben. 


ES GEHT UM DICH – um Deine Wahrnehmung – Dein Bewusstsein und Dein Gespür. Manchen mag genau dieser letzte Satz schon fast fremd vorkommen, denn wir haben diese Verbundenheit und auch Angebundenheit zur eigenen Quelle irgendwann einmal vergessen und sind zu schlafenden Riesen geworden. Diese Lebensform hat eine Weile geklappt, einige Krisen konnten unterdrückt werden, Lügen vertuscht, usw. – aber jetzt?... „jetzt stehen wir auf!“ 

DIESER WECKRUF HAT SCHON SEIT LANGEM BEGONNEN – aber so ein Riese kann schon in einen sehr tiefen Schlaf sinken, so dass es ordentlich wackeln und ruckeln muss, bis er in Bewegung kommt; sowohl körperlich als auch geistig. Wie das geht? Nun, da es um das Auf- oder auch Erwachen eines jeden einzelnen geht, fangen wir doch einfach bei uns an: atmen noch einmal – tief in unser Herz, der Quelle allen Seins. Kommen wir mit jedem Atemzug mehr und mehr in unsere Mitte, in unsere Kraft, in unser Bewusstsein – und schauen uns von hier aus die Welt noch einmal an…. ohne Wertung, ohne Urteil, einfach als neutraler Beobachter. Und einmal mehr wird klar, wie wundervoll dieser Planet ist.  Hier dürfen nun die vielen schlafenden Riesen erwachen. Welche Kraft in uns steckt, werden wir nie vom Kopf her verstehen; erst in der Bewegung/ im Tun kommen wir ins Erleben – im Leben an.

WARUM WAREN WIR ELTERN BEIM SCHULFEST SO BERÜHRT?, vielen standen Tränen in den Augen, das Lied wurde mehrmals wiederholt; sicher ist jeder Schulwechsel emotional und ein wenig Abschiedsschmerz schwingt mit – aber zugleich und vor allem haben wir uns über dieses Lied an unser tief sitzendes Gefühl er-innert: an unsere Größe, unsere Kraft, unseren Schöpferkern: vielleicht ist unsere Angebundenheit vergessen – aber niemals verloren; in diesem Sinne: Stehen wir auf! Kommen wir in Bewegung und in den Wandel.

Mit einem tiefen Atemzug & Herzensgrüßen wünsche ich einen lichtvollen Tag,

Deine Ann

 

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