POTENZIALE AUFDECKEN
AnnSicht N°24 - Juli 2024
„Denk‘ an das Konzert heute Abend“, sagte mein Mann. An einem Sonntag, meinem heiligen Tag mit etwas „Me-Time“ (wenn es die Familie zulässt)! Bereits seit dem Mittag durfte ich meine Tochter bei einem Turn-Wettkampf bewundern und im Anschluss eine Schimpftirade über mich ergehen lassen, da ich vergessen hatte, eine Kür aufzunehmen… quelle expérience! Danach bin ich direkt zu einem Empfang zur Einstimmung der Abendveranstaltung gesaust, saß etwas später in der 1. Reihe des Konzertsaales und dachte nur: Was tu‘ ich hier? Ich will Ruhe, Schlaf, … vielleicht noch ein Glas Wein, um das Getöse der Turnhallen-Geräuschkulisse in meinem Kopf einzudämmen.
Was mir dann geboten wurde, hat alle vorherigen Gedanken im Nu gelöscht. Ein Konzert mit der Violinistin Elena Urioste. Und es war nicht nur ihr Spiel mit der Geige, ihre Ausstrahlung, ihre Fähigkeit, ein ganzes Orchester zu führen und sich selbst einzubringen. Was mich zutiefst berührt hat, war ihre Authentizität, ihr ganzes musikalisches Potenzial wurde in 120 Minuten zum Ausdruck gebracht und die Zeit schien still zu stehen.
ICH BEFAND MICH IN EINEM RAUM VOLLER MUSIK UND HINGABE. Es ist ein Gefühl des Eintauchens und Durchdringens; wenn nicht mehr unterschieden werden kann, ob das Herz vor Freude hüpft oder stehenbleibt, In-Between of Now – übrigens auch Elena Urioste’s Titel des aktuellen Blogs, zu lesen auf ihrer Website.
In diesem Konzert lebte uns ein Mensch vor, wie es sich anhört, wenn aus Berufung Beruf wird, und genauso spannend: wie uns Frequenzen der Authentizität im Innersten berühren.
Für mich ein Appell, in sich zu horchen und wieder in seine eigene Verbundenheit zu gelangen, denn sind wir nicht mit dem Körper verbunden, sind wir nicht vollständig und kreieren eine Abtrennung in unserem eigenen System.
STIMMEN UNSERE POTENZIALE MIT UNSERER ARBEIT ÜBEREIN? Trauen wir uns überhaupt, unsere Potenziale zu leben? Hängen wir noch dem alten Glaubenssatz hinterher „Das eine ist die Arbeit, das andere der Spaß“ oder dürfen wir wieder nach unseren Begabungen suchen, sie erforschen und in unser Leben integrieren: Sei es die Musik, das Zeichnen, das Schreiben oder die Gabe des Zuhörens. Sei es das Backen, das Bauen, das Singen (egal was andere sagen!), das Tanzen oder sei es Yoga, auch wenn Du dazu bis heute noch keinen Zugang gefunden hast. Übrigens beschreibt Elena Urioste sehr anschaulich, wie Yoga das Leben eines Menschen bereichert, ob Haltungsbewusstsein, Entwicklung mentaler Stärke und Klarheit, Steigerung des Selbstmitgespürs und vieles mehr.
UNSERE BEGABUNGEN SIND UNSER POTENZIAL, das in jeder Zelle gespeichert ist und genau hierfür sind wir auf der Erde inkarniert. Worauf warten wir, dieses Potenzial - in Verbindung mit unserem Körper - zu zeigen, sich und andere zu beglücken. Was wären wir für eine lichtvolle Gemeinschaft und würden uns gegenseitig ermutigen, die eigene Wahrheit – unsere Authentizität - zu leben.
Ich spreche hier vom Wechsel des Perfektionismus, der Leistungsfähigkeit, der Funktionalität hin zur Herzführung. Back to the roots - auch wenn wir die Wurzeln, den Ursprung aufgrund selbsterschaffener Systeme vergessen haben, mehr dazu hier.
TAG FÜR TAG WERDEN WIR VOM LEBEN EINGELADEN, unsere Gaben zu entdecken. Auf diesem Weg mögen sich Unsicherheiten zeigen, aber hey: Was ist schon sicher, außer stetem Wandel. Auch ein Weltstar wie Elena Urioste schreibt von Gedanken der Unsicherheit: „Ich kann mich nach meinem alten Selbst sehnen – Körper, Geist, Hingabe – und gleichzeitig erkennen, dass auch diese Person große Frage und lähmende Unsicherheiten hatte. Ich kann mein aktuelles Selbst feiern und gleichzeitig meine Tendenzen zum Vergleichen bemerken. Ich kann mich auf mein zukünftiges Ich freuen, mit all der Aufregung und den Ängsten, die dem Unbekannten innewohnen.“
Leben wir unsere Potenziale, sind wir in unserer Schöpferkraft. Und sind wir im Fluss unserer Schöpferkraft, wird uns bewusst, wie großartig wir im Erschaffen sind.
ES IST NIE ZU SPÄT, SEINE POTENZIALE ZU ENTDECKEN UND ES IST NIE ZU FRÜH, DAMIT ZU BEGINNEN. Insbesondere bei Jugendlichen ist auffällig, wie sie in der Flut der Informationen die Orientierung verlieren und komplett überfordert sind: Ausbildung, Studium, Ausland… wer blickt da noch durch? Das Angebot ist gigantisch – aber statt im Außen zu suchen, sollte der erste Schritt nach innen gehen: Hier liegt der Schatz - und der Erfolg! Erst in diesem Erkennen und gegebenenfalls mit einer individuellen Berufsberatung kann sich das eigene Potenzial entfalten. Wie gesagt, es ist nie zu spät, auch wenn genau jetzt beim Lesen bewusst wird, dass da noch was in der Tiefe schlummert. Nicht lange nachdenken, den ersten Impulsen folgen, ausprobieren, beobachten und weitermachen!
MÖGLICHERWEISE LÄDT UNS DIE SOMMERPAUSE DAZU EIN, in sich hineinzuspüren: Wohin zieht es mich bereits seit langem, wofür brenne ich, bei welchem Tun – oder auch Nicht-Tun – bin ich voller Energie, Freude und Beschwingtheit? Was ist eingeredet? Was ist gelernt? Was ist programmiert? Und was ist echt?
Fragen über Fragen, da denke ich doch gleich an meine Großmutter und schließe mit ihrem Lieblingsspruch: Tu’s gleich!
Mit einem tiefen Atemzug & Herzensgrüßen wünsche ich Dir einen bewegten und beschwingten Tag,
Deine Ann
Wenn Dich meine AnnSicht inspiriert hat und Du sie mit jemandem teilen möchtest, dann empfehle meinen Blog gerne weiter und bring‘ meine Herzensbotschaften in die Welt! Ideen, die bewegen, Bewegungen, die verändern, Veränderungen, die transformieren: im Wandel aus der alten in die neue Zeit. Ich danke Dir!
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